Kapokbaum
(Ceiba)
Einer der größten Bäume Australiens, dessen waagerechte Äste
30 bis 40 Meter in die Breite reichen. Er wird auch Wollbaum genannt, jedoch
ist dessen gelbliche Wolle nur als Polstermaterial und nicht zum Spinnen geeignet.
Der Kapokbaum bildet sogenannte Brettwurzeln, die den nicht sehr tief im Boden
wurzelnden Bäumen den notwendigen Halt gelben. Wie "Flügel"
sind die Wurzeln um den Stamm gruppiert. Vor allem die Sauerstoffarmut der Böden
(ähnlich wie bei den Mangroven)
hat auf diese Wurzelbildung Einfluß genommen.
Kasuarine
(Casuarina sp.)
Den Name erhielt der Baum augrund seines kasuarfederähnlichen Zweigwerks. Die über 20 Meter hohen Bäume erinnern aufgrund ihrer nadelförmigen Blätter an Nadelbäume. Kasuarinen gehören aber dennoch zur Gruppe der Laubbäume. In ihnen rasten und brüten die anmutigen Feenseeschwalben besonders gern. Kasuarinen kommen auch auf den meisten Seychelleninseln vor und befinden sich überwiegend in Küstennähe. Man nennt die Kasuarinen auch Keulen- oder Kängurubäume. Kasuarienen sind harte Nutzhölzer (Wie Buche oder Eiche) und zur Gewinnung von Gerbrinde.
Mangroven (Acanthus, Acrostichum, Avicennia...)
Nur an Küsten, Flußufern und in Sümpfen findet man Wälder,
deren Bäume im Meer wachsen, die Mangroven. Sie sind wahre Überlebenskünstler,
denn der Erstickungsgefahr in den sauerstoffarmen Schlammböden begegnen
sie durch die Ausbildung von Luft- und Atemwurzeln. Ihr Samen keimt schon am
Elternbaum in Form einer Speerspitze (Torpedo Seed), fällt als fertiger
Keimling herab in den Schlick und 'pflanzt sich selbst' unter Ausbildung von
Stelzwurzeln.
Als Mangrove bezeichnet man auch die Wälder im Gezeitenbereich (der Gezeitenwald) der Meeresküsten,
die zwar im wesentlichen auf die Tropen beschränkt sind, entlang warmer
Meeresströmungen jedoch bis in die Subtropen vordringen (Neuseeland, Japan,
Israel). Die Verbreitung der Mangrove wird weniger durch das Klima als durch
die besonderen Bodenbedingungen bestimmt, die nur wenige Pflanzen ertragen können.
Überschwemmung und Trockenfallen im ständigen Wechsel von Ebbe und
Flut verbunden mit hohem Salzgehalt und Sauerstoffarmut des Bodens. Da der Boden
sauerstoffarm ist, bilden Mangrovegehölze Wurzeln, die aus der Erde herausragen.
Durch feine Öffnungen in diesen Luftwurzeln erfolgt der Gasaustausch. Wasser
kann nicht hindurchdringen. Charakteristische Pflanzen der Mangrove sind die
Rote und Schwarze Mangrove, sowie Myrtengewächse. Hier ist auch die Mangrovenkrabbe beheimatet. Mangrovenholz wird als Brennholz oder zur Holzkohleerzeugung, sowie für einfache Holzkonstruktionen genutzt.
Schraubenpalme
(Pandanus)
Sie fällt durch ihre dicken Luftwurzeln, welche die Pflanze abstützen, besonders auf. Die Spitzen der Wurzeln werden von kräftigen, schuppigen Wurzelhauben umgeben. Es sind die größten Wurzelhauben im Pflanzenreich. Pandanus - Arten sind etwa 10 bis 15 m hohe Bäume mit einfachen, lederigen und ganzrandigen Blättern, die Längen von bis zu 10 m erreichen können. In den tropischen Gebieten der Alten Welt, der Heimat der Pandanus, werden die Blätter für den Hausbau oder für die Herstellung von Körben oder kunsthandwerklichen Gegenständen verwendet.
update 08/03/24 3:29 PM